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Das implantierte Hörsystem: Med-El Vibrant Soundbridge
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Die von Symphonix Devices entwickelte und seit 2003 von MED-EL vertriebene Soundbridge
(Schallbrücke) funktioniert im Mittelohr. Das Gerät simuliert und verstärkt die
natürlichen Bewegungen der vibrierenden Struktur und verbessert dadurch die
Qualität der Tonsignale, die das Innenohr und von dort aus das Gehirn
erreichen.
Bei der Verwendung der Soundbridge bleibt der Gehörgang offen, es treten weder
Okklusionen noch Druckempfindungen auf, und die örtliche Bestimmung des Schalls
wird verbessert. Akustische Rückkopplung, über die sich Hörgeräteträger häufig
beschweren, tritt nicht auf. Die Soundbridge ist so konzipiert, daß sie die
Sprachgenauigkeit (natürlicher Ton) und die Sprachverständlichkeit verbessert.
Die bei sichtbaren Hörgeräten auftretenden ästhetischen Probleme werden
vermieden, da das Haar des Trägers in der Regel den äußerlich getragenen Audio Processor
verdeckt. Diese Eigenschaften bewirken für den Hörbehinderten Verbesserungen in
psychologischer wie in beruflicher Hinsicht, was eine höhere Lebensqualität zur
Folge hat.
Die Vibrant Soundbridge besteht aus zwei Teilen: 1) dem Implantat, das als
Vibrating Ossicular Prosthesis (VORP) bezeichnet wird, und 2) dem äußerlich
getragenen Audio Processor. Das VORP wird durch einen chirurgischen Eingriff
implantiert. Es besteht aus dem Floating Mass Transducer (FMT), einem
Leitungskabel und einem internen Empfänger. Der FMT wandelt das Signal der
Schallinformation in Vibrationen um. Diese Vibrationen regen Strukturen
im Mittelohr an und stimulieren so das Hörorgan.
Nach der Genesung des Patienten von dem chirurgischen Eingriff wird der Audio
Processor angebracht. Er enthält ein Mikrophon, programmierbare
Verarbeitungselektronik, ein Übertragungssystem und eine Batterie für die
Energieversorgung. Der Audio Processor wird mit einem Magneten hinter dem Ohr
des Patienten festgehalten. Der Audio Processor wird durch uns per Computer
angepaßt.
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